Alles über unsere Insel Bohol.

 

 

 

 

Bohol ist mit einer Fläche von 4.117 km² und einer Küstenlänge von 261 km die zehntgrößte Insel der Philippinen. Die Hauptinsel ist von 70 kleineren Inseln umgeben, deren größte Panglao gegenüber von Tagbilaran City und Lapining im Nordosten sind. Von der Südküste aus kann man das 54 km entfernte Camiguin mit seinem überragenden Vulkan erkennen, das schon zu Mindanao gerechnet wird.

Die Insel ist durchweg hügelig und mit Kalkstein bedeckt. Am Rand der Insel gibt es mittelgebirgsähnliche Bergzüge. Das gesamte Innere ist ein großes Plateau.

Sandstrände gibt es nur wenige auf Bohol, jedoch sind die auf der Insel Panglao, in Anda, sowie in Guindulman, von allerbester Güte mit weißem Sand und türkisfarbenem Wasser. Die restliche Küste Bohols ist von Klippen und schroffen Abhängen gezeichnet, die sich nur bedingt zum Baden eignen. Im Norden der Insel, an der Küste um den quirligen Ort Ubay gibt es hunderte kleinere Inseln und Sandbänke mit Riffen.

KLIMA Bohol wird im Gegensatz zu Luzón und dem nördlichen Teil der Visayas äußerst selten von den zerstörerischen Taifunen heimgesucht. Wenn Taifune über die Insel fegen, tun sie dies meist schnell. Zudem haben sie ihre Kraft schon an den Bergketten auf Leyte und Samar verloren.

Von November bis April herrschen „milde“ Temperaturen um 28 °C und es kommt seltener zu Schauern. Nachts „kühlt“ es auf 25 °C ab. Der Sommer dauert von Mai bis Juli und bringt höhere Temperaturen und eine hohe Luftfeuchtigkeit mit sich. Für die Zeit von August bis Oktober ist das Wetter unvorhersehbar: Schöne Wochen werden von Regentagen unterbrochen.

FLORA UND FAUNA Der Philippinen-Koboldmaki „TARSIER“ (Tarsius syrichta) gehört zu den kleineren Primatenarten. Er erreicht gerade einmal kräftige Doppelfaustgröße und ein Gewicht um 150 g. Sie sind nachtaktiv - insbesondere in der Dämmerungszeit - und mit unbeweglichen, großen Augen ausgestattet, die fast ¼ ihres Gesichts ausmachen. Dafür können sie ihren Kopf in beide Richtungen um 180° drehen. Da der Geruchssinn nicht besonders ausgeprägt ist, nutzen sie zusätzlich ihre unabhängig voneinander ausrichtbaren Ohren zur Ortung von Insekten. Sie bewegen sich froschartig von Ast zu Ast (bis zu 3 m Entfernung) springend und können in einer Nacht bis zur 1,5 km zurücklegen. Tagsüber schlafen sie versteckt im Schatten an Baumstämmen und in Astgabelungen. Jegliche Störung, wie z. B. das Aufnehmen für in- und ausländische Touristen zum Fotografieren, stellt für die Tiere Stress dar, zumal sie in ihrer notwendigen Ruhephase gestört werden. In Gefangenschaft verkümmern sie daher und sterben nach wenigen Monaten.

Die Philippine Tarsier Foundation Inc. hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, sie in einem 134 ha großen Reservat zwischen Corella und Sikatanu, 15 km nordöstlich von Tagbilaran am Fuße der Chocolate Hills (s. o.) vor Zugriffen zu schützen. „Vater“ dieser Idee ist Carlito Pizzaras, der „Tarsier-Mann von Bohol“. Schon vor 40 Jahren, als kleiner Junge, wandte er sich von der üblichen Jagd auf die Koboldmakis ab und begann ihre Gewohnheiten nach und nach zu erforschen.

GESCHICHTE

  • 1200 – erste Besiedlung Bohol von Mindanao aus
  • 1521 Ferdinand Magellan erreicht als erster Europäer die Philippinen
  • 1546 – erster Versuch Spaniens, auf den Philippinen Fuß zu fassen (bei Cebu)
  • 1565 – Miguel Lopez de Legazpi konnte sich mit den Boholanern Datu Sikatuna von Bohol und Datu Sigala von Loboc verbünden und die Cebuaner besiegen. Erstmals wird der spanische König als Oberhaupt anerkannt.
  • 1600 – Jesuiten beginnen das Land zu katholisieren. Ergebnis 94 % Cristen auf den Philippinen.
  • 1622 – blutig nieder geschlagener Aufstand der Einheimischen
  • 1744 – Rebellion gegen Spanien unter Francisco Dagohoy
  • 1827 – Rückeroberung Bohols durch die Spanier unter Jose Lazaro Cairo
  • 1900 – Die Amerikaner unter Major Henry Hale erreichen Bohol und nahmen die Insel (wie den Rest der Philippinen) als Kolonie von den Spaniern, gegen den Widerstand der Philippinen in Besitz.
  • 1942 – Japaner besetzen Bohol
  • 1945 – Amerikaner vertreiben die japanischen Besetzer von Bohol
  • 1957 – 1960 Der Boholaner Carlos Polistico Garcia ist Präsident der Republik Philippinen

Seit dem 10. März 1917 ist Bohol eine unabhängige Provin

SPRACHE UND RELIGION Die Hauptsprache auf Bohol ist das Boholano, ein Dialekt des Cebuano. Aber auch Englisch und Tagalog werden von vielen Einheimischen verstanden.

Wie auf den ganzen Philippinen sind die meisten Einwohner römisch-katholischen Glaubens (94 %) auch andere christliche Glaubensrichtungen wie Protestantismus oder die Iglesia ni Cristo kommen vor.

SEHENSWUERDIGKEITEN Eine einzigartige Attraktion machen die Chocolate Hills („Schokoladenhügel“) aus, ein bizarres Gebiet aus 1268 kegelförmigen Kalksteinhügeln, deren Höhe zwischen 40 und 120 Metern variiert. Der Name ergibt sich aus der Abholzung der letzten Jahrhunderte. Seitdem hat sich eine widerstandsfähige Grasvegetation (vermutlich Ilang-Ilang-Gras) breit gemacht, die in der Trockenzeit verdörrt und die Hügel schokoladenbraun färbt. Es gibt zwei Erklärungen für diese geologische Formation, die sich über einige Quadratkilometer erstreckt.

Laut der geologischen Deutung befand sich das ganze Gebiet vor einigen Millionen Jahren in einem Flachwasserbereich. Korallen und andere Meeresbewohner lagerten in strömungs- und wachstumsbedingten Bereichen ihre Überreste ab. Nach Absinken des Meeresspiegels, diversen Hebungen und Senkungen des Bodens, bedingt durch Subduktion und sekundäre vulkanische Ereignisse gelangte das Material an die Oberfläche. Die Erosion begann ihr Spiel und schuf auf diese Weise die beeindruckende Hügellandschaft. Eine recht ähnliche, weitgehend unbekannte und viel kleinere Region existiert auf Negros.

Daneben besitzt Bohol weitere sehenswerte Landschaften wie die Hindanan Küste, der Tuntunan Wasserfall und die Mag-Aso Fälle oder die Grotte Hinagdanan mit ihrem unterirdischen See auf Panglao.


Kulturell sind die ältesten philippinischen Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit erwähnenswert. Erhalten sind in verschieden Orten auch alte Wachtürme, Kloster (Baclayon Church) und in Loboc die Kirche.

Zum Baden, Tauchen und Schnorcheln, bieten sich die traumhaften Strände auf der, über zwei Brücken verbundenen Insel Panglao, an. Vor allem der White Beach, hält mit jedem Postkarten Motiv mit. Hotels sind in allen Kategorien vorhanden. Tauchschulen bieten jede Art von Ausflügen an. Motorräder, für Ausflüge zu den Wasserfällen oder zu den Chocolate Hills kann man mieten.

VERWALTUNG Bohol ist in 47 Gemeinden (municipalities) und eine Stadt, die Hauptstadt Tagbilaran City  unterteilt.

WIRTSCHAFT Reis, Zucker, Zuckerrohr, Palay und Getreide sind die landwirtschaftlichen Erzeugnisse Bohols.

Mangan, Lehm und Kalkstein kommen in Form von Bodenschätzen vor.

In zunehmendem Maße wird Bohol und vor allem die kleine vorgelagerte Insel Panglao für den Tourismus erschlossen. Neben Cebu, Boracay und Puerta Galera hat sich Bohol in den letzten Jahren emporgetan.

INFRASTRUKTUR Täglich verkehren mehrere Schnellfähren zwischen Cebu City und Tagbilaran. Die Schiffe der Gesellschaften Ocean Jet, Supercat und Weesam bieten die 2-stündige Überfahrt mit Economy und Business Class an. Verbindungen von Tagbilaran gibt es auch nach Dumaguete, Dapitan, Larena, Hilongos und Cagayan de Oro.

Seit Mitte 2004 verkehren auch wieder Linienflugzeuge zu dem kleinen Flughafen von Tagbilaran. Täglich wird Tagbilaran von Manila aus mit Cebu Pacific und Philippine Airlines angeflogen.

Es gibt eine Autofähre von Cebu nach Tagbilaran via Tubigon (Liteshipping). In Tagbilaran und auf Panglao können auch Mietwagen (empfohlen mit Fahrer) für jede beliebige Zeitspanne gemietet werden. Preise müssen ausgehandelt werden.

PANGLAO ISLAND ist eine Insel zum Träumen und zum Erholen vom alltäglichen Streß, mit paradiesischen, palmenumsäumten, feinen weitläufigen Sandstränden und herrlichem azzurblauen Wasser - Ideale Badebedingungen für Kinder durch den langsam ins Meer abfallenden Strand mit ständig ca. 28 Grad C. warmen Wasser - Mit noch teils unberührten Korallenriffen und lebendiger Unterwasserflora und -fauna. Mit vielen Möglichkeiten der Erholung und der Freizeitgestaltung wie, Schwimmen, Schnorcheln, Tauchen, Hochseeangeln, ausgedehnten Spaziergängen am feinen weißen Sandstrand, Island-Hopping, dem beschaulichen Leben der Fischer  zuschauend, und vielem mehr was unter anderem das “Main-Island Bohol” noch zusaetzlich mit seinen Sehenswuerdigkeiten wie z.B. die Chocolate Hills oder Tarsier – die kleinsten Affen der Welt - zu bieten hat.

Hier handeln die Menschen noch nach íhrem Begrüßungswahlspruch: Mabuhay – herzlich willkommen. Besonders den “Langnasen”, wie man uns Europäer scherzhaft nennt, widmet man großes Interesse und Neugier an allem neuen – auch die Verständigung- wie übrigens im ganzen Land – mit Englisch auf einfachem Niveau ist problemlos überall möglich.

Panglao Island selbst, ist eine  in den Central Visayas liegende, ca. 200 km² große Insel. Panglao Island erlebt derzeit einen Boom durch den Bau des internationalen Flughafens mit explodierenen Preisen. Nicht nur die schneeweiße, 3 km lange Dumaluan Beach lädt ein zum Relaxen, sondern auch die Menschen, welche durch ihre Freundlichkeit, und die Insel selber, welche durch ihre interessanten Formationen, Besiedlung und Flora und Fauna bezaubert. Auf Panglao Island selbst leben bereits viele Ausländer, darunter viele Deutsche und Schweizer, die die dortigen Tauchbasen betreiben.

TAUCHPARADIES Bereits unter Tauchern als Tauchparadies bestens bekannt, entdecken nun auch mehr und mehr „Normaltouristen“ Bohol als Erholungsgebiet und selbst als permanentes Ziel zum Aussteigen – Überwintern – oder nur zum Relaxen. Es gibt hier schon viele Ausländer, sowie Deutsche, die hier permanent Leben und Ihren Traum vom „Aussteigen“ oder Altersruhestand geniessen, verwirklicht haben. Nach Fertigstellung des internationalen Flughafens 2010 auf Panglao Island werden die Immobilienpreise sich rasant nach oben entwickeln, da auch weitere Ferienunternehmen hier grosse Investitionen planen. Jetzt ist genau der richtige Zeitpunkt, um an dieser positiven Entwicklung zu partizipieren.

LEBEN AUF BOHOL Viele Auslaender leben bereits dauerhaft auf den Philippinen und insbesodere in Bohol und auf Panglao Island. Das Leben hier ist günstig. Eine Haushälterin kostet den ganzen Monat – 6 Tage pro Woche – nur 2.000 Peso, 1 Liter Benzin kostet derzeit nur 38 Peso, 1 Liter Bier nur 54 Peso, 1 kg Fisch 80 Peso, 1 kg Schweinefleisch 140 Peso und ein kg Rindfleisch nur 180 Peso ( 1 Euro = 53 Peso). Seine Restaurants, Kinos und Malls – in nur wenigen Minuten erreichbar – runden das Leben hier ab und machen es lebenswert – besonders für Rentner und Pensionäre mit kleineren Bezügen.

Copyright(c) 2012 Wolfgang Stengel. Alle Rechte vorbehalten.

stengel1951@aol.com